Sie sind auf der Suche nach einem ganz besonderem Stück Fleisch, das nicht nur geschmacklich im Mund ein Genussfeuerwerk auslöst, sondern Ihnen auch ein gutes Bauchgefühl gibt? Dann sind die neuen, regionalen Spezialitäten vom Elbweiderind aus der Frischetheke von REWE Härzschel ein absolutes „must have“ für alle Steakliebhaber! Seit 2017 weiden die Hereford-Rinder der Pülswerdaer Herde von Matthias Schneider (siehe Foto oben) auf den Elbauen nördlich und südlich von Torgau in Nordsachsen. Im großen Interview erklärt der Landwirt, welche nachhaltige Philosophie er bei der Aufzucht verfolgt und was das Fleisch der Tiere so saftig, fein und geschmackvoll macht…

„Das Tier steht im Mittelpunkt, nicht maximale Leistung“
Herr Schneider, warum haben Sie mit dem Elbweiderind 2017 Ihr einzigartiges Konzept für nachhaltig erzeugtes, natürliches und gesundes Rindfleisch gestartet?

Ich habe meine berufliche Karriere als Lehrling in der Rinderzucht und Melkerausbildung begonnen und später Tierzucht in Leipzig studiert. Nach der Wende bin ich zunächst in die Informatik gegangen. 2017 hatte ich dann die Chance, wieder in die Landwirtschaft einzusteigen – und Rinder auf der Weide waren immer mein großer Traum. Gleichzeitig habe ich gesehen, dass es Kunden gibt, die bereit sind, nachhaltige, transparente und tiergerechte Weidehaltung bewusst zu honorieren. So ist das Konzept Elbweiderind entstanden. In den letzten acht Jahren ist es stetig gewachsen – fachlich, strukturell und wirtschaftlich.
Sie verfolgen mit dem Elbweiderind eine klare Philosophie – wie sieht die aus?

Unsere Basis ist die Mutterkuhhaltung. Diese beginnt mit einem natürlichen Deckakt durch den Bullen in der Herde. Nach der Geburt stehen die Mutterkühe und ihre Kälber mindestens sechs Monate zusammen auf der Weide. Sie ernähren sich fast ausschließlich von Gras und zur Unterstützung auch Raufutter. Dabei verzichten wir ganz bewusst auf industrielles Kraftfutter. Unser ganzheitlicher Ansatz garantiert eine stabile, soziale Struktur in der Herde. Unser Ansatz ist, dass die Tiere mindestens zwei Sommer auf den Weiden verbringen, wo sie im Herdenverband ein artgerechnetes Leben führen können. Wir orientieren uns am natürlichen Verhalten der Tiere und lassen ihnen Zeit. Das Tier steht im Mittelpunkt – nicht maximale Leistung.
Warum haben Sie sich bewusst für Herefod-Rinder entschieden?
Die Hereford-Rasse ist weltweit in fast allen Klimazonen verbreitet und gilt als klassische Fleischrinderrasse für die Weidehaltung. Sie ist dafür gezüchtet, aus Gras hochwertiges Fleisch anzusetzen. Unsere Böden gehören nicht zu den besten und gerade in trockenen Jahren müssen die Tiere mit mageren Weiden zurechtkommen. Hier passt das Hereford sehr gut. Zudem sind Herefords ruhige, gutmütige Tiere. Das ist wichtig, weil bei uns regelmäßig Kunden auf der Weide sind und wir Transparenz leben.
Welche Auswirkungen hat das am Ende auf das Fleisch von Ihrem Elbweiderind in der Auslage bei REWE Härzschel?


Der Kunde weiß genau, wo das Fleisch herkommt und welche Menschen dahinterstehen. Durch die überwiegende Weidehaltung und Grasfütterung stammt das Fleisch von gesunden Tieren, die im Normalfall keine Medikamente benötigen. Die langsame Aufzucht sorgt für eine gute Struktur, eine feine Faserung und ein ausgewogenes Fettsäuremuster. Das Fleisch ist aromatisch, saftig und hat einen klaren, natürlichen Geschmack – genau das schätzen unsere Kunden.


